29.06.2017
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Geistlicher Rat Pfarrer i. R. Alfons Wilper gestorben

Beisetzung in seiner Heimatgemeinde St. Landolinus Boke

In den frühen Stunden des neuen Jahres ist Geistlicher Rat Pfarrer i. R. Alfons Wilper am 1. Januar 2017 im Alter von 96 Jahren verstorben.
Geboren in Boke am 24.5.1920 begann er nach christlicher Prägung im bäuerlichen Elternhaus sein Theologiestudium an der Erzbischöflichen Akademie in Paderborn.

Geistlicher Rat Pfarrer i. R. Alfons Wilper +
Geistlicher Rat Pfarrer i. R. Alfons Wilper +

Durch den Krieg und seine Gefangenschaft in Kiew/Ukraine erlebte er eine achtjährige Trennung von seiner Heimat. Oft erzählte Pfarrer Wilper, dass er in dieser schweren Zeit in Anbetracht seines zuvor schon begonnenen Theologiestudiums sinngemäß gebetet habe: Lieber Gott, wenn Du mich als Priester haben willst, dann lass mich lebend nach Hause kommen.

Er hielt Wort und konnte schließlich sein Theologiestudium fortsetzen. Am 6. August 1951 wurde er zum Priester geweiht und feierte in seiner Taufkirche, der Pfarrkirche St. Landolinus Boke, seine Heimatprimiz. Seine beruflichen Anfänge führten ihn nach Brackwede (Vikar 1951-55), Ummeln (Pfarrvikar 1955-60) und Lünen Brambauer (Vikar 1960-63).

Von November 1963 bis September 1991 wirkte er als Pfarrer in der Pfarrgemeinde Christkönig in Gütersloh.
Er unterrichtete auch als Religionslehrer in der dortigen Berufsschule. Zum Liborifest 1992 wurde Pfarrer Wilper durch Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt zum Geistlichen Rat ernannt.

Nach seiner Pensionierung unterstützte er bis 2002 als Subsidiar die Pfarrgemeinde Heilige Familie Gütersloh und lebte bis 2009 weiter in Gütersloh. In dieser Zeit begann sein Engagement für die Weltgemeinschaft Vita in Rietberg. Seit Weihnachten 2003 las er dort regelmäßig Gottesdienste in der neu gebauten Kapelle des Hauses.

Im Jahr 2009 verlegte er seinen Wohnsitz nach Rietberg. Er blieb der Weltgemeinschaft Vita weiterhin verbunden und las bis 2013 dort Gottesdienste, bis sein Gesundheitszustand dieses nicht mehr erlaubte. Seit 2014 lebte Pfarrer Wilper im Altenheim St. Johannes Baptist in Rietberg. Im Sommer 2016 konnte er sein 65. Priesterjubiläum feiern.

Bei all seinem Engagement als Geistlicher hatte Pfarrer Wilper auch eine Vorliebe für sein Hobby, das Reisen.
Auch dabei lag ihm die Begegnung mit Menschen sehr am Herzen.

Am Samstag, den 7. Januar wurde Pfarrer Wilper mit einem feierlichen Requiem in der Pfarrkirche St. Landolinus Boke verabschiedet.


05.01.2017   Text: Wolfgang Uhling            Foto: Josef Schäfermeyer

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