30.03.2017
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Partnerschaftsgedanke - Anfänge der Partnerschaft

Boke und Quérénaing verehren den gemeinsamen Schutzpatron St. Landelinus, dessen Reliquien im Jahre 836 nach Boke überführt wurden und in einem Schrein in der Boker Pfarrkirche St. Landelinus ruhen.
Im Jahre 1986 blickte die Pfarrgemeinde Boke auf das 1150 jährige Jubiläum der Übertragung der Reliquien des Pfarrpatrons St. Landelinus aus dem Kloster Crespin nach Boke zurück.

Der Heimatforscher Hans Dieter Tönsmeyer hatte bei seinen Nachforschungen festgestellt, daß in der Diözese Cambrai (Nordfrankreich), neben der Pfarrkirche in Crespin, eine weitere Pfarrkirche den Namen des Pfarrpatrons St. Landolinus hat.

Das Kloster von Crespin ist Begründer und Namensgeber der Kirche und Pfarrei in Quérénaing.

Kontakte durch Hans Dieter Tönsmeyer mit der Gemeinde Crespin zur Aufnahme einer Partnerschaft blieben erfolglos.

Gründer der Partnerschaft
Quérénaings Bürgermeister Michel François (2.v.r.) umringt von den Gründervätern der Partnerschaft:
Altbürgermeister Bernhard Kößmeier (l.), Jean Mauviel (2.v.l.) und Hermann Schäfermeyer (r.)


Im September des Jahres 1988 fuhren auf Empfehlung von Hans Dieter Tönsmeyer Altbürgermeister Bernhard Kößmeier und sein Freund Hermann Schäfermeyer nach Quérénaing um Kontakte zu knüpfen.
Hier wurden sie mit Jean Mauviel aus Quérénaing und seinem Freund Albert Bouchez aus dem Nachbarort Sepmeries bekannt, welche sie mit dem europäischen Gedanken der Partnerschaft vertraut machten, so daß sich eine Partnerschaft direkt anbot.

Der Heimatverein Boke wurde über die positiven Kontakte zu Quérénaing und den Partnerschaftsgedanken informiert.

 

(Mehr Informationen über diesen ersten Kontakt hier:
Fotos und Audio - Bernhard Kößmeier erzählt)

 

Da zu der Zeit Gemeinderatswahlen in Frankreich anstanden, mußte erst abgewartet werden, wie sich das neue "Parlament" in Quérénaing der Partnerschaft stellen würde.

Nach den Gemeinderatswahlen antwortete der neu gewählte Bürgermeister Michel François in einem Brief mit folgendem Wortlaut:

Ich bin genau Ihrer Meinung, was die Völkerversöhnung betrifft.
Vor allem die Freundschaft zwischen den Franzosen und den Deutschen - und besonders in dieser Zeit, in der soviel von EUROPA gesprochen wird.
Ich bin überzeugt, daß eine Partnerschaft zwischen unseren beiden Gemeinden sehr günstig wäre, und ich denke, daß wir keine Schwierigkeiten hätten, um diese Idee in Quérénaing aufnehmen zu lassen, da schon viele Jugendliche in der Realschule oder im Gymnasium Deutsch lernen.

 

Am Karfreitag des Jahres 1989 fuhr eine Delegation im Auftrag des Heimatvereins nach Quérénaing und vereinbarte den Besuch der französischen Freunde zum Kameradschafts- und Heimatfest.

Im August 1989 besuchten 47 französische Gäste das Kameradschafts- und Heimatfest in Boke.
Die Gäste waren sehr angetan von dem freundlichen Empfang.
Es war das erste Mal seit dem Krieg, daß so viele Franzosen nach Boke kamen.

Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich eine Entwicklung durch Besuche und Gegenbesuche ergeben (auch auf privater Ebene), die hüben wie drüben zahlreiche Aktivitäten entwickelt hat.

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