29.06.2017
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Die Schule in Boke

Vergangenheit und Gegenwart

Ein Datum der Gründung der ersten Boker Schule kann nicht angeführt werden, da hierüber keine schriftlichen Dokumente vorliegen.
Mit großer Wahrscheinlichkeit kann man jedoch annehmen, daß bereits im 14. Jahrhundert mit dem Bau der Burg und Kapelle auf Ringboke durch die Adelsfamilie von Hörde, auch die Gründung einer  Schule unterstützt worden ist.Ein Datum der Gründung der ersten Boker Schule kann nicht angeführt werden, da hierüber keine schriftlichen Dokumente vorliegen.
Mit großer Wahrscheinlichkeit kann man jedoch annehmen, daß bereits im 14. Jahrhundert mit dem Bau der Burg und Kapelle auf Ringboke durch die Adelsfamilie von Hörde, auch die Gründung einer Schule unterstützt worden ist.

Wappen Theodor von der Recke
Wappen: Theodor von der Recke

Schriftliche Quellen erwähnen den Bestand einer Schule auf Ringboke erst im Jahre 1658.
Der Fürstbischof Theodor von der Recke ordnete an, daß der “Ludimagister und die Scholaren bei dem Gottesdienst in der Schlosskapelle singen sollen.”(Dr. Tönsmeyer; Das Lippeamt Boke, S.57)
Die Schule war eng mit der Kirche verbunden, denn sie wurde von der Kirche unterhalten.

Die Schule auf Ringboke war bis Ende des 18. Jahrhunderts die einzige Schule für die Gemeinden des Kirchspiels Boke im Lipperaum. Erst danach erhalten diese Gemeinden eigenständige Schulen.

Über den Schulunterricht aus der damaligen Zeit liegen nur wenige Angaben vor. Der Schulunterricht begann erst nach dem Besuch des Gottesdienstes, wobei die Schüler vornehmlich in den Fächern Religion, Lesen und Schreiben unterwiesen wurden. Rechnen hatte noch keine so große Priorität.
Den Schülern wurde auch Wissen in landwirtschaftlichen Fächer vermittelt.
Entsprechend der besuchten Lehrfächer mußte von den Eltern für den Schulbesuch der Kinder  Schulgeld bezahlt werden.
Auch mit dem Bestand der Schule fand ein regelmäßiger Besuch des Schulunterrichts nicht statt. Der Schulbesuch war auf freiwilliger Basis und war für die Familien mit hohen finanziellen Kosten verbunden.
Dieser Umstand führte dazu, daß nur wenige Dorfbewohner des Schreibens und Lesens mächtig waren. Schriftliche Quellen erwähnen den Bestand einer Schule auf Ringboke erst im Jahre 1658.
Der Fürstbischof Theodor von der Recke ordnete an, daß der "Ludimagister und die Scholaren bei dem Gottesdienst in der Schlosskapelle singen sollen."(Dr. Tönsmeyer; Das Lippeamt Boke, S.57)
Die Schule war eng mit der Kirche verbunden, denn sie wurde von der Kirche unterhalten.

Die Schule auf Ringboke war bis Ende des 18. Jahrhunderts die einzige Schule für die Gemeinden des Kirchspiels Boke im Lipperaum. Erst danach erhalten diese Gemeinden eigenständige Schulen.

Über den Schulunterricht aus der damaligen Zeit liegen nur wenige Angaben vor. Der Schulunterricht begann erst nach dem Besuch des Gottesdienstes, wobei die Schüler vornehmlich in den Fächern Religion, Lesen und Schreiben unterwiesen wurden. Rechnen hatte noch keine so große Priorität.
Den Schülern wurde auch Wissen in landwirtschaftlichen Fächer vermittelt.
Entsprechend der besuchten Lehrfächer mußte von den Eltern für den Schulbesuch der Kinder Schulgeld bezahlt werden.
Auch mit dem Bestand der Schule fand ein regelmäßiger Besuch des Schulunterrichts nicht statt. Der Schulbesuch war auf freiwilliger Basis und war für die Familien mit hohen finanziellen Kosten verbunden.
Dieser Umstand führte dazu, daß nur wenige Dorfbewohner des Schreibens und Lesens mächtig waren.

Ehemaliges Schulhaus auf Ringboke
Ehemaliges Schulhaus auf Ringboke

In dem Jahre 1748 wurde ein anders Schulhaus auf Ringboke bezogen, in dem ca. 60 Schüler unterrichtet wurden.

Anfang des 19. Jahrhunderts, als auch das Paderborner Fürstbistum unter preußische Verwaltung kam, wurde das Schulwesen neu geordnet.
Auch die benachbarten Lippedörfer waren von der Boker Kirchspiel-Schule unabhängig geworden, da sie eigene Schulen gegründet hatten.

Mit dem Verfall der Burg und Kapelle auf Ringboke verlagerte sich der Standort der Schule nach Kirchboke. Vor dem Schulunterricht besuchten die Schüler den Gottesdienst in der St. Landolinus Kirche, da ein Besuch der baufälligen Kapelle auf Ringboke nicht mehr möglich war. Es war somit naheliegend, eine Schule neben der Kirche zu errichten.
Im Jahr 1821 wurde ein neues Schulgebäude neben der St. Landelinus Pfarrkirche bezogen. Die Schüler wurden durch einen Lehrer unterrichtet.
Das Schulgebäude wurde 1880 um eine Lehrerinnenwohnung und um eine Scheune für den Lehrer erweitert. Ein Jahr zuvor war der bisherigen Halbtagsschule eine zweite Schulstelle zugewiesen worden, so daß die Schüler von einem Lehrer und einer Lehrerinn in einem dreiklassigen Unterrichtssystem unterrichtet wurden. Die Schule umfasste zwei Unterrichtsräume, welche 150 Schülern Platz bot.
Bereits 1896 war die Schule auf Grund steigender Schülerzahlen wieder zu klein und es wurde eine Erweiterung des Schulgebäudes um eine Mädchenschule mit Wohnung für die Lehrerin vorgenommen.
1910 wurde die Schule um einen weiteren Unterrichtsraum ergänzt und es wurde eine Wohnung für die zweite Lehrerin gebaut.

Über die Jahrhunderte vollzog sich ein Wandel von der Kirchspielschule über die Dorfschule zur Volksschule.

In dem Jahr 1954 übernahm Hauptlehrer Heinrich Michels die Leitung der Schule.
In den darauf folgenden Jahren setzte von 1956 bis 1967 eine Neugestaltung der Boker Schule ein.
Nach dem Bau einer neuen Lehrerwohnung und dem Abriss der alten Schule wurde in mehreren Bauabschnitten ein neues Schulgebäude errichtet.
Die neu geschaffene Schule wurde im Oktober 1967 eingeweiht. Zur Ausstattung der Schule gehörten 5 Unterrichtsräume, eine Toilettenanlage, ein Schulhof und auch eine Turnhalle.

Von 1967 bis 1968 wurde an der Boker Schule das 9. Pflichtschuljahr eingeführt.
Neben den Schülern aus Boke besuchten Schüler aus den Nachbargemeinden Anreppen, Bentfeld, Holsen, Mantinghausen, Scharmede und Thüle die Boker Schule.

Nach der Pensionierung von Rektor Heinrich Michels, welcher sich um die Boker Schule sehr verdient gemacht hat und der auch das Ehrenamt des Boker Ortschronisten ausübte, übernahm 1968 Lehrer Heinrich Jonik die Leitung der Boker Schule.
Mit der Schulreform von 1968 wurde die bisherige Schulform der Volksschule aufgelöst und es wurde eine getrennt geführte Grundschule und Hauptschule eingerichtet.
Die Schule in Boke besuchten nun ab dem Schuljahr 1969 die Grundschüler aus Boke und Anreppen.
Die Grundschüler aus Bentfeld wurden dem Grundschulverband Bentfeld-Scharmede zugeordnet.
Auch die Hauptschüler aus den Nachbarorten Anreppen, Bentfeld, Holsen und Mantinghausen besuchten den Unterricht an der Schule in Boke.

In dem Jahr 1970 übernahm Lehrer Heinrich Figgemeier, der seit 1958 an der Schule unterrichtete, die Leitung der Boker Grundschule als Rektor.
Rektor Heinrich Jonik, welcher bisher der Grund- und Hauptschule vorstand, leitete nun die Hauptschule allein. Er wechselte 1975 an eine Schule in Wiedenbrück.

Am 1. Januar 1975 wurde die Lippegemeinde Boke durch die kommunale Neugliederung ein Ortsteil der Stadt Delbrück.
Die Haupschule in Boke wurde mit dem Ende des laufenden Schuljahrs aufgelöst und es verbeibt nur die Grundschule am Standort Boke.
In die zweizügig geführte Grundschule gehen die Grundschüler aus Boke, Anreppen und Bentfeld; die Hauptschüler aus Boke besuchen den Schulunterricht der Hauptschule in Westenholz.
1979 werden die Hauptschüler aus Boke der Hauptschule in Delbrück-Mitte eingegliedert.

In dem Jahr 1989 wird die Schule erweitert.
Die Dienstwohnungen in der Schule werden zu Klassenräumen umgebaut. Außerdem erhält die Schule einen Verwaltungstrakt. Der Eingangsbereich der Schule wird neu gestaltet und das Flachdach, des im letzen Bauabschnitt 1967 erstellten Schulgebäudes, wird durch ein Satteldach ersetzt.

1993 wird Rektor Heinrich Figgemeier nach Jahren des Umbruchs und der Neugestaltung der Schule pensioniert.
In seiner Zeit des schulischen Wirkens hat er vielen Schülern das Handwerkszeug mitgegeben um das Leben und den Beruf zu meistern*.

Nach seiner Pensionierung übernimmt Rektor Hans Josef Grothe die Leitung der katholischen Grundschule Boke.
Die Schülerzahlen bringen es mit sich die Grundschule dreizügig zu führen.

Die Sporthalle
Die Sporthalle

Nach Jahren der intensiven Nutzung ist die Turnhalle renovierungsbedürftig; sie entspricht auch nicht mehr den Anforderungen.
Die Turnhalle wird für abgängig erklärt.
Doch anstatt die Turnhalle abzureißen, wird sie in das Konzept der neuen Sporthalle integriert.
1999 ist der neue Sporthallenkomplex fertiggestellt.
Die neue Sporthalle bietet nun Raum für die unterschiedlichsten Sportarten.
Die ehemalige Turnhalle ist zu einem Gymnastikraum und zu Umkleideräumen umgebaut worden.
In einem Raum ist die “Betreute Schule” untergebracht.
Die Nutzung der Sporthalle ist nicht nur auf die Grundschüler beschränkt, sondern auch die Vereine und die Volkshochschule nutzen die Sporthalle.

Hügellandschaft mit Spielgeräten
Hügellandschaft mit Spielgeräten

Die letzte Änderung erfuhr die Grundschule in dem Jahr 2000.
Neben der neuen Sporthalle wurde der Schulhof neu gestaltet.
In einer Hügellandschaft wurden Spielgeräte aufgebaut, welche den Kindern die Möglichkeit zum Spielen bieten und so den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder fördern.
Auch eine Bepflanzung des Schulhofes wurde durchgeführt.
Die finanziellen Mittel für die Schulhofumgestaltung wurden von der Stadt Delbrück, dem Förderverein der Grundschule Boke, den Spenden aus der Abschlußfeier der 4. Klassen und dem Heimatverein Boke aufgebracht. Über die Jahrhunderte hat sich die Boker Schule zu einer modernen Bildungseinrichtung entwickelt, welche auch in der Zukunft den stetig wachsenden Anforderungen gewachsen sein wird.

* Heinrich Figgemeier war von 1981 bis 1990 Vorsitzender des Heimatvereins Boke.


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