19.06.2018
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Klosterbier “Abbaye de St. Landelin”

Mit der Christianisierung Europas im frühen Mittelalter begannen sich die Klöster mit der Bierproduktion zu beschäftigten.
Der Brauvorgang war noch sehr unsicher und einen einheitlichen Geschmack hatte das Bier einer Brauerei auch nicht. Um den Geschmack des Bieres zu verbessern wurde mit verschiedenen abenteuerlichen Zutaten herumexperimentiert.

Erst mit der Zugabe von würzigem Hopfen konnte die Qualität des Biers verbessert werden. Durch den Hopfen wurde auch die Haltbarkeit des Biers erhöht, so daß es länger gelagert werden konnte.

Flaschenabfüllungen “Abbaye de St. Landelin”
Bier “Abbaye de St. Landelin” in
verschiedenen Flaschenabfüllungen.

Das in den Klosterbrauereien gebraute Bier war von guter Qualität und hatte einen guten Ruf gegenüber dem im Umland durch weltliche Brauer produzierten Biers.
Die Klosterbrüder achteten auf die Qualität ihres Braugetreides und machten die Braukunst zu einer Wissenschaft. So waren die klösterlichen Braumeister Spezialisten auf ihrem Gebiet, da sie sich ausschließlich mit dem Brauproblem befassten.

Die Klöster brauten zunächst für den Eigenbedarf der Mönche und für vorbeiziehende Pilger.
Der gewerbliche Verkauf des Klosterbiers begann erst später.
Bier war auch in der Fastenzeit gestattet, denn “Flüssiges bricht das Fasten nicht”. So diente dick eingebrauter Gerstensaft den Mönchen als sättigendes Grundnahrungsmittel.

Auch in der Benediktinerabtei in Crespin soll im Frühmittelalter von den Mönchen Bier gebraut worden sein.
Das heute noch gebraute Bier “Abbaye de St. Landelin” hat seinen Ursprung in der Abtei von Crespin. Die Mönche dieser Benediktinerabtei entschieden sich, eine Brauerei an dem Ort zu errichten, wo der Gründervater der Abtei, St. Landelinus, eine Quelle hervorquellen ließ.

In den vergangenen Jahrhunderten hat die Benediktinerabtei in Crepin zahlreiche Plünderungen und Zerstörungen über sich ergehen lassen müssen; heute existieren nur noch Reste der Abtei.

Flaschenetikett “RESERVE St LANDELIN”
Flaschenetikett “RESERVE St LANDELIN”,
Bier der Brauerei “Rimaux” in Crespin

Der Name des Klosterbiers blieb jedoch erhalten und wurde von einer weltlichen Brauerei übernommen.
Im Jahr 1840 nahm die Brauerei “Brasserie Rimaux” in Crespin die Tradition des Bierbrauens in Crespin wieder auf. Nach den “Rezepten” der Mönche wurde nun in Crespin wieder Bier gebraut.
Die Brauerei hatte bis zum Jahr 1988 Bestand und wurde dann geschlossen.

Nach der Schließung der Brauerei in Crespin wurde im Jahr 1989 das Abteibier unter dem Namen “Abbaye de St Landelin” von der Brauerei “Les Brasseurs de Gayant” in Douai weitergeführt.

Das Bier “Abbaye de St Landelin” ist eines der seltenen französischen Abteibiere und gehört wie andere Biersorten zum Bereich der Spezialbiere der Braumeister von Gayant in Douai.
Das Bier wird nach der Tradition der Abteibiere gegoren.
Für die Produktion benutzen die Braumeister von Gayant reines Quellwasser, Hopfen nach englischer Art, spezielles Malz und Gewürze wie Apfelsinenrinde (Bitter-Orangen-Rinde) und Koriander.

Flaschenetikett “Abbaye de St Landelin”
Flaschenetikett “Abbaye de St Landelin”,
Bier der Brauerei “Les Brasseurs de Gayant” in Douai

“Abbaye de St Landelin” wird in einer hellen und dunklen Ausführung produziert.

“Abbaye de St. Landelin - Bière blonde” ist ein obergäriges Bier mit einem fruchtigen, abgerundeten Geschmack und mit einem delikaten Aroma. Es ist ein leichtes Bier und profitiert von seiner langen Nachgärung.
Das Bier hat einen Alkoholgehalt von 6.5% vol. Alkohol.

“Abbaye de St. Landelin - Bière ambrée” ist ein vollmundiges Bier, das mit leicht geröstetem Malz gegoren wird. Es verdankt seinen Namen "Dunkel" dem Karamel Geschmack.
Das Bier hat einen Alkoholgehalt von 6.5 % vol. Alkohol.


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